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Die Autorinnen und Autoren von A–Z
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  Gorz, André
 
André Gorz (1923–2007), eigentlich Gerhard Horst, geboren in Wien als Kind einer jüdisch-katholischen Familie, verbrachte die Kriegsjahre als Flüchtling in einem Schweizer Internat und ließ sich nach Kriegsende in Paris nieder. Er arbeitete mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir bei der Zeitschrift Les Temps modernes, war Redaktor bei L’Express, später bei der Wochenzeitung Le Nouvel Observateur, die er 1964 zusammen mit Jean Daniel gegründet hatte.
In seinen Buchpublikationen profiliert sich Gorz als Theoretiker der Arbeiterselbstverwaltung und der politischen Ökologie. Zentrale Themen sind die Frage der Arbeit – Befreiung von der Arbeit, gerechte Verteilung der Arbeit, Entfremdung in der Arbeit – und der Wissensökonomie. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Theoretiker der Linken und als Vordenker der ökologischen Bewegung.
1958 erschien die Autobiografie Der Verräter (dt. 1980, Neuausgabe 2008), zu der Sartre das Vorwort geschrieben hatte. Dort kommt bereits seine Frau Dorine unter dem Namen Kay vor. An sie ist der Brief an D. gerichtet. Kurz vor Drucklegung der zweiten Auflage, am 22. September 2007, hat sich André Gorz zusammen mit seiner schwerkranken Frau das Leben genommen.

Weitere Titel von André Gorz im Rotpunktverlag: Wissen, Wert und Kapital. Zur Kritik der Wissensökonomie (3. Auflage 2010) und Auswege aus dem Kapitalismus. Beiträge zur politischen Ökologie (2. Auflage 2009).

Im August 2010 erscheint im Rotpunktverlag Kritik der ökonomischen Vernunft. Sinnfragen am Ende der Arbeitsgesellschaft in einer Übersetzung von Otto Kallscheuer.